Fünf Bücher, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde (HpT6/%-Edition)

Schön, dass Gorana in ihrer letztwöchigen 5-besten-Fragerunde zufällig auf meinen neuen Blogschwerpunkt Literatur gestoßen ist. Der Aufforderung, fünf Bücher für die einsame Insel zu nennen, komme ich also gerne nach. Kleine Einschränkung, damit es spaßiger und blogkonformer wird: die Bücher müssen mindestens HpT6/% sein, heißt, abgefuckt und seltsam. Los geht’s!

  1. Nämlich von Paul Adler. Mensch, was für ein irrer Gassenhauer. Dieser vollends in der Versenke verschwundene Roman von Paul Adler ist auch noch heute ein sehr rücksichtsloser Ritt in den Kopf eines Irren. Da geht es bunt, mystisch und teils ziemlich fies zu. Sprachlich jenseits von gut und böse und auch ansonsten ein feuchtfröhlicher Kandidat für den ewigen Strandurlaub mit Sonnenstich.
  2. Fälle von Daniil Charms. Sehr kurzweilig und für jeden Strandspaziergang geeignet. 30 massiv absurde Kurzportraits von zählunfähigen Leuten, verschwindenden Menschen und der Unmöglichkeit, ein normales Leben führen zu können. Passt ideal zur Situation des Verlassenen auf einsamer Insel.
  3. Histoire de l’œil von Georges Bataille. Für den erotisch-intellektuellen Genuss unter dem Palmenstrand (pun obviously intended) eignet sich Batailles halbpornografischer Blick auf surreale Begegnungen unbedingt.
  4. Blasted von Sarah Kane. Falls mal ein Sturm aufzieht und die existentielle Aussichtslosigkeit zuschlägt, muss Kanes grausig-verzerrtes Werk auch mal sein. Eine wundervoll irreale Darstellung von Einsamkeit, Zerstörungslust und Identitätsverlust.
  5. Fear and Loathing in Las Vegas von Hunter S. Thompson. Es darf natürlich auch verdrogt-freudig zugehen. Hoffentlich wachsen auf dieser Insel auch die richtigen Pflänzlein.
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4 Gedanken zu “Fünf Bücher, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde (HpT6/%-Edition)

  1. Gerade wenn „existentielle Aussichtslosigkeit“ drohte, würde mich Sarah Kanes „Blasted“ wohl über die Klippe zur großen Sinnkrise stürzen. Bei guter Laune würde man wohl andererseits auch nicht zu diesem großen Werk greifen, um sich runterreißen zu lassen (subjektive Empfindung)… Schwierig!

    Vielen Dank für die spannende Liste. Hab mir da mal ein bisschen was notiert. 😉

    Gefällt 1 Person

    • Sehr gern! Freut mich, wenn ich dich etwas inspirieren konnte!

      Und ja, gut erkannt: „Blasted“ ist eigentlich für keinen, zumindest alltäglichen, Anlass gemacht. Hier hilft eine leicht sadomasochistische Neigung weiter, wie ich sie wohl habe…

      Gefällt 1 Person

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