Schon der Titel reicht / George Barry – Death Bed: The Bed That Eats (1977)

Übersteuerter Trash ist meist seltsam bis irritierend. Das ist leider auch vielen besorgten (!) Trashregisseuren/Produzenten bewusst, deshalb versenken die viele reizvolle Ideen schließlich doch im Sumpf erzählerischer Mittelmäßigkeit (bestes Beispiel ist da Sharknado). Nicht so mit dem grandios dämlichen Death Bed. Die vollkommen bescheuerte Idee von einem menschenfressenden Bett erhält hier eine konsequent idiotische Handlung und Inszenierung. Mit Apfelkaugeräuschen und Acidbädern frisst sich das böse Bett durch seine Opfer, die maximal dämlich und voller redundanter Gedanken-Voice-Over durch die Gegend stolpern. Dazu dann noch ein alter Adliger, der vom Death Bed hinter ein Portrait gezaubert wurde. Maximal billige Effekte, surreale Traumsequenzen und jede Menge interpretatorischer Voice-Over-Ballast (das Bett will schließlich psychologisch-magisch motiviert sein – was natürlich nicht geht) und man fühlt sich schon selbst vom Todesbett zerkaut und aufgelöst. Ein sehr verschrobenes Vergnügen. Und übrigens: Acid heißt nicht nur Säure, sondern auch LSD.

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6 Gedanken zu “Schon der Titel reicht / George Barry – Death Bed: The Bed That Eats (1977)

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