Media Monday #271

Leider ist es aktuell keine unstressige Zeit. Zwar verschwindet das Sommerwetter nicht, die Zeit allerdings schon und nun ist schon wieder Montag! Jede Menge Arbeit und Sorgen warten noch, aber zwischendurch darf man diesem Tag mithilfe des Media Monday auch was Positives abgewinnen!

1. Für den September steht leider ein ziemlich großes Arbeitsvolumen an. Aber wahrscheinlich wird das meine Tätigkeiten hier nicht beeinträchtigen, denn wenn es Arbeit gibt, sucht man bekanntlich ja immer wieder nach Ablenkung.

2. Diverse weirde Filme wie Beyond the Black Rainbow (2010), I Can See You (2008) oder L’Eden et après (1970) reizen mich (thematisch) ja schon, jedoch sind die eben nicht so leicht oder zumindest günstig zu bekommen. Und da ich nicht nur Film-, sondern auch Buch- und Musikliebhaber bin, ist mein Bewegungsspielraum da nicht gerade groß. Ach ja, Hauptgrund: Geld habe ich nicht.

3. DVD, Blu-ray oder Stream? Tatsächlich vor allem DVD, manchmal aber auch ein gediegener YT-Stream (solange er noch oben ist). Ich bin auch tatsächlich bereit, qualitative Einbüßen in Kauf zu nehmen, sofern ich so an tolle Filme komme (siehe Frage Nr. 2). 

4. The Beyond (1981) von Lucio Fulci ist so das mitunter gruseligste, was ich in letzter Zeit gesehen habe, schließlich kann Fulci nicht nur gruselig-atmosphärische Bilder schaffen, sondern auch übelste Monsterfratzen designen. Da ist der Schreck ausnahmsweise eben nicht vorbei, wenn man das Monster sieht.

5. Bei vielen Kriminalfilmen schreckt mich vor allem ab, dass die oft irrationalen, triebhaften, also rational meist schwer fassbaren Motive der Täter psychologisiert oder sogar sozial kontextualisiert werden. Das mag funktionieren, ist für mich aber doch zu langweilig. Eben ein Problem, das ich mit den Kunstthrillern der Italiener (Giallo) habe: Die Morde sind ästhetisch, doppelbödig, ihre pflichtschuldige Aufdeckung aber enorm ernüchternd bis ermüdend.

6. (Siehe Jackers Blog für die Inspiration) Helge Schneiders Filmschaffen entspricht exakt meinem Humor, denn wer braucht Sinn, wenn er stattdessen lachen kann? Helge ist nur vermeintlich deutsche Comedy, tatsächlich ist er dadaistischer Situationskünstler, der nach dem Motto des Jazz wild improviert und damit alles zerkleinert und so verzerrt. Keine Prostitution vor einem etwaigen Publikum, maximaler Spaß.

7. Zuletzt habe ich wieder Army of Darkness (1993) gesehen und das war kackwitzig, weil sich dieser übersteuerte Horrorfilm in keiner Sekunde zu schade ist, die Genremechanismen des Horror- und Fantasyfilms ins Absurde zu steuern und dabei derb zu überreizen. Für mich der unterhaltsamste Teil der Evil Dead-Reihe.

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5 Gedanken zu “Media Monday #271

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