Fünf Filme für die große Leinwand

Der Blog Ergothek bringt jeden Donnerstag eine Blogaktion heraus, die „5 Besten…“. Diesen Donnerstag die fünf leinwandtauglichsten Filme, die man leider aber auf Kinoleinwand verpasst hat, dort aber gern gesehen hätte. Ein tragisches Thema, dem ich mich mit meiner Neigung für großartige Bilder aber gerne annehme. Meine Reihenfolge ist nicht hierarchisch.

Spring Breakers (2012)

Ein äußerst psychedelisch inzensierter Trip der Generation YOLO, die sich auf ihrem Partytrip in die menschlich-geilen Abgründe von Sex und Gewalt verirrt. Banaler Plot, aber hoch ekstatisch visualiert mit grellen Neonfarben, knallendem bis atmosphärischem Elektrosoundtrack und loopartigen Bild- und Tonschnitten, die manchmal an den großen Requiem for a Dream (s.u.) erinnern. Audiovisuell extrem stark, einfach für die fetteste Leinwand gemacht.

Enter the Void (2009)

Vom selben Kameramann und noch psychedelischer, noch abgedrehter. 160 Minuten lang durch die transzedentale Drogenhölle von Tokyo mit dem Geist eines Drogenopfers, gefangen zwischen allen Zeitebenen. Mal schwelgend, mal mit hartem Schnitt. Alleine das Intro ist mit seinen millisekundenschnell flackernden Einblendungen der pure Tod für alle leichtnervigen Menschen.

Fear and Loathing in Las Vegas (1998)

Ja, schon wieder ein psychedelischer Film. Dieses Mal sogar mit etwas mehr Dialog und konventionellerem Storytelling. Ja, sofern da eine Story existiert, denn irgendwie eiern die Helden Depp und del Toro doch noch herum, schießen sich in aberwitzigen Szenen die Birne weg und ficken wie nebenbei der amerikanischen Kultur kongenial in den Arsch. So derb lasse ich das mal stehen, in diesem Sumpf des Irrsinns hätte ich mich gern vor großer Leinwand verloren.

Ex Drummer (2007)

Der hier ist sogar weniger psychedelisch als einfach nur daneben. Ein kaputter Punkfilm über kaputte Punks. Mit einem schnellen Hardcore-Soundtrack und irritierenden Bildern – muss einfach auf der großen Leinwand sein. Auch wenn er dafür wahrscheinlich nie angedacht war. Oder welches Kino zeigt solche wilden Dreckklumpen?

Requiem for a Dream (2000)

Der Abfuck-Klassiker mit dem tollen Montageschnitt. Fürs Kino war ich bei Erscheinen des Films leider zu jung. Okay, vermutlich hätte mich der Film mit 10 Jahren auch komplett zerstört. Ein einziger Sog, der natürlich überdramatisch und manchmal peinlich holzhammer wirkt, aber nichtsdestotrotz ein immens physisches Zeugnis für Einsamkeit, Isolation und Verzweiflung ist. Und: Dieser Soundtrack auf den Kinoboxen…oh Gott…!

Advertisements

9 Gedanken zu “Fünf Filme für die große Leinwand

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s