Media Monday #259

Dieser Media Monday ist definitiv nicht meiner – doch zu viel Serialität für einen Filmgeek wie mich. Daher fallen Frage 1 & 6 bei mir mal weg. Irgendwelche Halbantworten sind mir auch zu blöd.

2. Queer as Folk wusste mich anfänglich zu fesseln, doch als mir aufgefallen ist, dass die Serie immer nach demselben Muster lief, wurde es mir doch zu monoton.

3. Trotz mieser Effekte und geringem Budget ist Zombeavers ein großer Spaß. Wobei ich das „trotz“ in diesem Fall und generell weg lassen möchte. Die meisten Billigfilme, die ich mag, mag ich auch für ihren charismatisch-ramschigen Look, der hier natürlich auch intendiert war und als lustiger Effekt voll aufgeht: Hölzern agierende Zombie-Biberpuppen sind ein sicherer Hit.

4. Was ist eigentlich aus Melvil Poupaud geworden? Seit ich sie/ihn in Laurence Anyways gesehen habe vermisse ich ihn. Ein sehr schöner Mann mit tollen Schauspielfähigkeiten. Xavier Dolan sollte ihn doch einfach wieder in einen seiner Filme packen. Mich würds freuen.

5. Es wundert mich ja regelrecht, dass anscheinend noch niemand auf die Idee gekommen ist, Das Cabinet des Dr. Caligari zu adaptieren/rebooten, schließlich ist das ein unglaublich visionärer Kinofilm voller grandioser Effekte, denen man mit den heutigen technischen Methoden sicher gut nacheifern könnte. Zumindest von Tim Burton hätte ich da einen Beitrag erwartet, natürlich mit Depp in der Hauptrolle.

7. Zuletzt habe ich einige Kapitel von Naked Lunch gelesen und das war spannend bis anstrengend, weil das Buch zwar voller toller wahnwitziger Ideen ist, in seinem vollkommen nicht vorhandenen Handlungengerüst aber auch arg willkürlich und damit auf seinen etwa 250 Seiten äußerst anstrengend wirkt.

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4 Gedanken zu “Media Monday #259

    • Haha, sehr geil formuliert.
      Tatsächlich hatte Cronenberg ja noch so etwas wie einen Plot und irgendwelche greifbaren Konstellationen, das hier ist beinahe dadaistisch, in fast allen Belangen. Die Figuren benehmen sich höchst sprunghaft, die Orte wechseln ständig und eine Trennung zwischen Realität und Interzone wird nicht mal anskizziert. Irgendwie ist einfach alles ein total abgefucktes Drogenparadies – vielleicht auch nur konsequent gedacht.
      Motivisch habe ich die Insektenschreibmaschine sehr vermisst, aber die insektoiden Elemente sind gut vorhanden. Und Ekeleffekte gibts en masse. In Sachen Ekel- und Gewaltdarstellung braucht sich das Buch überhaupt nicht hinter einem Marquis des Sade verstecken, auch was sexuelle Gewalt angeht. Da war Cronenberg fast schon behutsam unterwegs.

      Insgesamt sicher keine schlechte Idee Cronenbergs, das Werk als Autorenfiktion Burroughs zu verfilmen, so hat dieses Kuddelmuddel zumindest eine Rahmung erhalten, die das Buch selbst in allen Belangen sprengt. Wie gesagt: Etwas anstrengend, aber auch etwas geil.

      Gefällt 1 Person

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