Media Monday #254

Ja, es geht wieder munter mit dem Media Monday weiter. Nachdem ich letze Woche aufgrund des Sommerwetters eher unterwegs als am Bloggen war, fällt mir das Beantworten des Fragebogens an einer Stelle sogar besonders leicht. Aber seht selbst.

1. Wirklich, bei der Besetzung hätte ich mir- Ehrlich: Keine Ahnung. Ich orientiere mich beim Filmgucken selten an Schauspielern und meine wenigen Goldschätzchen sind eigentlich nie richtig schlecht bzw. liegt es nie an Ihnen, wenn der Film kacke ist. Aber wie gesagt: Ich habe nur wenige, tolle Schauspieler auf dem Schirm, aber die haben es in sich!

2. So schön das Hobby Film auch sein mag, Sonne und soziale Aktivitäten haben immer Vorrang, schließlich gibt es zumindest beim tollen Wetter draußen nichts Schöneres als in der Sonne zu liegen, psychedelische Musik zu hören oder laut oder gemütlich bei Freunden und Fremden einzukehren und die Nächte wach zu bleiben. Sommerliche Freiheit.

3. Le charme discret de la bourgeoisie ist eine großartige Satire, denn Buñuels surrealistischer Angriff auf das Bürgertum und die Geistlichkeit macht deutlich mehr Spaß als irgendwelche Beißen-nach-Zahlen-Schlachtfeste wie Wolf of Wallstreet, die in ihrer Abrechnung vielleicht die richtige Richtung einschlagen, in ihrer Angriffslust letztlich aber doch auf dieselben lahmen Mechanismen zurückgreifen. Statt ein bisschen Gesaufe und Gelüge geht bei Buñuel mit dem Bürgertum auch die ganze (gesellschaftliche) Logik unter. Ein formal-radikaler Kahlschlag, der nicht mal den Tod akzeptiert, herrlich.

4. Beim Thema Dokumentationen bin ich gerne dabei, gerade auf ARTE laufen immer wieder schick aufgemachte Künstlerdokus mit schönem Material. Die Machart ist zwar immer dieselbe, aber vor allem gehts mir da um die Infos. Formal oder strukturell radikale oder atemberaubende Dokus wie Exit Through the Gift Shop oder der Konzertfilm von Sigur Rós Heima gehen aber noch mal einen Schritt weiter und blasen dann auf allen Ebenen weg.

5. Irgendwie scheint ja jeder Die Hard gesehen zu haben, wohingegen ich nicht unbedingt motiviert bin, das nachzuholen. Gegen gut produzierte Actionreißer habe ich zwar nichts, aber von selbst schaue ich sowas eigentlich auch nicht.

6. Helmut Berger hat sich nicht wirklich zu seinem Vorteil entwickelt, schließlich war der mal (durchaus nachvollziehbar) dekadentes Sexsymbol, jetzt ist nur noch dekadent.

7. Zuletzt habe ich Ulrike Draesners Kurzgeschichtensammlung Hot Dogs gelesen und das war durchwachsen, weil die Geschichten nur teils interessant waren, hätte gern radikaler sein können.

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4 Gedanken zu “Media Monday #254

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