Media Monday #246

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Der Blog Medienjournal bietet Bloggern jeden Montag an, seinen stets spannenden Fragebogen zum Thema Medien auszufüllen. Bei jacker lese ich das immer gern und jetzt will ich auch einmal. Die Fragen sind normal gesetzt, meine Antworten kursiv. Entsprechend der Bandbreite meines Blogs geht es bei mir um alle Arten von Medien.

1. Meine größte Passion ist/sind ja zurzeit obskure Exploitationfilme, also Werke jenseits aller Geschmacks- und Tabugrenzen, die vor allem mit Sex und Gewalt Zuschauer locken wollen. Die radikale Rücksichtslosigkeit solcher Filme fasziniert mich, sie führt immer wieder zu kreativen Ergebnissen, die man im Mainstream- oder gehobenen Kunstkino so oft nicht bekommt.

2. Gerade den Expressionismus finde ich ja ungemein faszinierend, weil er sich noch mitten in der Zeit des Fortschrittsoptimismus und der Rationalität dem Verfall und dem Irrationalen in äußerster Radikalität zugewandt hat. Es gab nicht nur fantastische Inhalte, sondern auch fantastische Formen. Filme wie Das Cabinet des Dr. Caligari oder Literatur wie Die Ermordung einer Butterblume setzten Maßstäbe für das moderne literarische und filmische Erzählen. Zur Bildenden Kunst muss ich ja erst gar nichts sagen…

3. Der quasi-expressionistische Autor Hans Henry Jahnn (1894-1958) hat mich dahingehend enttäuscht, dass ich von seinem Werk grausig realitätsferne Szenarien erwartet habe, aber dann doch eher trockene Abhandlungen über Gott und das Schicksal bekommen habe. Düster und darin auch faszinierend war es zwar, aber letztlich auch eher anstrengend als packend.

4. Ein erstes Highlight im noch jungen Jahr war für mich die Möglichkeit sowohl die Serien Twin Peaks als auch Hannibal zu sehen. Die letzte Staffel von letzterem steht zwar noch aus, aber soweit sind beide Serien atmosphärisch sehr einzigartig und gelungen surreal.

5. Der Regisseur Xavier Dolan hat bis jetzt eine vielversprechende Karriere hingelegt, schließlich hat er mit seinen 26 Jahren schon fünf Filme gedreht, einer davon der großartige Laurence Anyways, ein monumentales Pop-Denkmal für Queerness und (sympathisches!) Hipstertum.

6. Wenn Zeit/Geld kein Problem wäre(n), wäre es ja mein Traum, ein Heimkino zu besitzen. Viele Filme funktionieren ja erst, wenn man ganz abgeschlossen von der Wirklichkeit in fettem Bild und Sound verschwinden kann. Damit meine ich tatsächlich nicht mal Blockbuster, sondern Filme jenseits aller Konventionen, bei denen es schön ist, wenn die Standard-Wohnzimmereinrichtung mal nicht konventionell gegen die realitätsfremde Atmosphäre geht.

7. Zuletzt habe ich Pet Sematary gesehen und das war belustigend bis nervig , weil es Stephen King geschafft hat, eine absolut stereotyp bis vollkommen abstruse Horrorgeschichte zu erzählen, die jenseits aller Subtilität billigen Horror an billigen Horror gesetzt hat .

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7 Gedanken zu “Media Monday #246

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