Miley Cyrus

Von der Musikpresse bereits erfolgreich totbesprochen ist Miley Cyrus‘ neues Album Miley Cyrus & Her Dead Petz längst kein Geheimtipp mehr. Aber wie auch überhaupt – ist ja Miley Cyrus. Halt, nein, das könnte man vergessen, wenn man das Album hört. Keine Party in den USA, keine Abrissbirnen, nur das pure Plastikgetüm Miley Cyrus und das so überzüchtet, aufgeblubbert, dass es irritierend psychedelisch wird. Ja, p-s-y-c-h-e-d-e-l-i-s-c-h. Miley ist nämlich nicht mehr cool, sondern hip. Sie macht gemeinsame Sache mit den Flaming Lips und träumt neben Wayne Coyne in einer fetten großen Blubberplase.

Sehr gut! Was wäre nach ihrer hemmungslosen Selbstinszenierung, die wie bei Lady GaGa weit über die eigentlichen Songs (angepasster Hammerpop) hinausgewachsen ist, als nächster Schritt entgegen der Stagnation noch geblieben? Ein echtes, gefühlvolles Akustikalbum on da father’s porch? Lahm und unpassend. Viel besser so: Die hochgezüchtete Pose mit hochgzüchteten Sounds füllen, das schrille Spektakel um die eigene Person adäquat begleiten. laut.de spricht davon, dass Miley das geschafft hätte, was die artsy GaGa mit ihrem Artpop (2013) gerne gehabt hätte. Ich stimme zu: Miley füllt, was es zu füllen gilt, GaGa braucht die Show, das Formenspektakel noch immer. Miley lässt es hier alleine über die Musik weiterlaufen. Muss man nicht mögen, sollte man für seine künstlerische Konsequenz aber anerkennen.

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